Akte FC Bayern München
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Zerbrochen am Ruhm

Die Mitflieger von Uli Hoeneß

Die richtigste und wichtigste Entscheidung trifft Uli Hoeneß am 17. Februar 1982 — sie rettet sein Leben.

Die Mitflieger von Uli Hoeneß: Die richtigste und wichtigste Entscheidung trifft Uli Hoeneß am 17. Februar 1982. Sie rettet sein Leben. Denn Uli Hoeneß und sein Freund, der Verleger Helmut Simmler, wollen sich an diesem Tag das Länderspiel Deutschland gegen Portugal im Niedersachsenstadion von Hannover ansehen. Die Privatmaschine mit Hoeneß an Bord startet um 18.19 Uhr in München.

Kurz vor Nürnberg schläft Hoeneß ein, er hat sich den Platz hinten rechts gewählt. Der einzige Platz mit Überlebenschance. Um 19.45 Uhr meldet der Pilot technische Probleme.

Gegen 20.05 Uhr verschwindet das Privatflugzeug vom Radarschirm der Flugsicherung. Pilot, Co-Pilot und Hoeneß-Freund Semmler sterben beim Absturz. Hoeneß wird aus der Maschine geschleudert und ca.

90 Minuten nach dem Absturz von einem Jäger gefunden. Beim Versuch, ihn ins Krankenhaus zu fahren, springt der Geländewagen nicht an. Der Jäger deckt Hoeneß mit einer Decke zu und sucht Hilfe.

Nach einiger Zeit kommen ihm Rettungskräfte entgegen. Uli Hoeneß wird ins Krankenhaus gebracht und überlebt. Pilot Wolfgang Junginger, sein 25-jähriger Co-Pilot Thomas Kupfer und Helmut Simmler sterben.

Im September 1991 werden Müllers Probleme öffentlich. Weil er angetrunken als Kiebitz beim Bayern-Training angetroffen wird, weil die Ehefrau sich scheiden lassen will und weil auch noch die Steuerfahnder ihre Pflicht tun und zwei Eigentumswohnungen pfänden. Müller hat nicht das Zeug zum autoritären Trainer, cleveren Manager oder eloquenten TV-Experten, das wissen alle, die den gelernten Weber kennen. „Du bist kein Mann der großen Worte. Du hast die Tore geschossen, ohne viel zu reden“, so charakterisiert ihn 2003 Franz Beckenbauer in seiner Laudatio, als Gerd Müller zum wertvollsten Bundesliga-Spieler aller Zeiten gekürt wird. Der Held einer Generation nur noch eine Witzfigur – das können die Bayern nicht mit ansehen. Und reichen ihm die Hand. Es ist bitter nötig, er ist ganz unten. „Schlimmer hätte es gar nicht kommen können. Du bist oben, schwebst im Himmel. Und fällst und fällst. Plötzlich bist du in der Hölle“, sagt er in einem Interview. „Ich habe sehr gelitten, und ohne die Hilfe meiner Freunde hätte ich es wohl nicht geschafft.“ Seine Freunde: allen voran „der Uli, der Franz und der Kalle“, wie er die Kameraden von einst nennt. Hoeneß, Beckenbauer, Rummenigge – alle haben sie mit ihm gespielt und gefeiert. Nun geben sie zurück. „Nur nichts tun. Den ganzen Tag einfach nur rumsitzen und nichts Sinnvolles machen – das war das Verderben“, räsoniert er selbst über seine Flucht in den Alkohol.

Das Unglücksflugzeug Piper Seneca — Hoeneß überlebt den Absturz vom 17.02.1982
Das Unglücksflugzeug der Marke Piper Seneca. Uli Hoeneß überlebt den Absturz vom 17.02.1982. Foto: Imago Images