Akte FC Bayern München
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Verfolgt, vergessen, unterschätzt

Breno — Der Einsame

2007 bester brasilianischer Nachwuchsverteidiger — 2012 zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Breno – Der Einsame: Breno gilt im Jahr 2007 als bester brasilianischer Nachwuchsverteidiger. Er spielt von 2008 – 2012 beim FC Bayern München. Sein erstes Pflichtspiel bestreitet er mit 18 Jahren am 12. März 2008 im Achtelfinal-Rückspiel des UEFA-Pokals bei der 1:2-Niederlage im Heimspiel gegen den RSC Anderlecht. Seinen Einstand in der Bundesliga gibt Breno am 4. Mai 2008 (31. Spieltag), als er beim torlosen Unentschieden im Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg in der 73. Minute für Daniel van Buyten eingewechselt wird. Bis zum Jahresende 2009 bestreitet Breno nur sieben Bundesliga-, fünf Champions-League-Spiele und ein DFB-Pokal-Spiel. Um mehr Spielpraxis zu sammeln, wechselt er von Januar 2010 bis zum Ende der Saison zum 1. FC Nürnberg. Am 7. März 2010 (25. Spieltag) erleidet er beim 3:2-Sieg im Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen nach einem Foul von Stefan Reinartz einen Kreuzbandriss.

Zur Saison 2010/11 kehrt Breno zum FC Bayern zurück, spielt aber wieder nur die zweite Geige und wirkt zunehmend deprimierter. In der Nacht zum 20. September 2011 brennt Brenos gemietete Villa in Grünwald komplett aus. Der Spieler ist allein zu Hause und wird leicht verletzt. Wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung wird er am 24. September 2011 in Untersuchungshaft genommen und in die JVA München verbracht. Am 11. April 2012 erhebt die Staatsanwaltschaft München I Anklage wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Am 4. Juli 2012 wird Breno zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Die Haftstrafe wird nach zwei Drittel der Zeit am 20. Dezember 2014 zur Bewährung ausgesetzt. An die Fortsetzung seiner Bundesligakarriere ist nicht zu denken, er kehrt nach Brasilien zurück. Und schafft ein veritables Comeback.

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