Paul Breitner – Persona Non Grata: Der Weltmeister von 1974 darf beim FC Bayern München nicht mehr auf die Ehrentribüne. „Es gab einen Anruf von Herrn Dreesen, mir werde von Uli Hoeneß nahegelegt, mich auf absehbare Zeit nicht im Ehrengast-Bereich blicken zu lassen“, so der frühere Münchner Profi zur „Bild“ im November 2018 über ein Telefonat mit Vorstandsmitglied Christian Dreesen. „Ich habe ihm gesagt: Damit habe ich ohnehin gerechnet. “ Was ist geschehen?
Breitner hat im Oktober 2018 den verbalen Rundumschlag von Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei einer mehr als ungewöhnlichen Pressekonferenz in Sachen Medienschelte mit den Worten kritisiert: „Ich bin nach wie vor deprimiert, weil ich mir nie vorstellen konnte in 48 Jahren, die ich mit oder am Rande des FC Bayern lebe, dass sich dieser Verein diese Blöße gibt, dass er diese Schwäche zeigt. “ Es ist mal wieder das Ende der On-off-Beziehung zweier Männer, die doch Freunde fürs Leben geworden zu sein schienen. Gemeinsam kommen sie 1970 in die Bundesliga, teilen sich eine WG, die Hotelzimmer und so manche lukrative Werbeeinnahme, feiern die großen Erfolge der Siebziger. Dann geht Breitner nach Madrid, doch noch als angehender Manager sorgt Hoeneß für Breitners Rückkehr.
Ein erstes Zerwürfnis 1983 bei einem Testspiel in Singapur wird notdürftig geflickt, noch vor einiger Zeit dient Breitner als Repräsentant des Vereins und Berater des Vorstands. “ 2018 ist sein Kredit aufgebraucht.