Jürgen Klinsmann – Der Gierige mit dem Lächeln: Sowohl als Spieler als auch als Trainer versucht sich der „ewig lächelnde“ Schwabe beim FC Bayern, beide Episoden enden unerfreulich. Der Spieler (1995-97) geht zwar als Meister, aber zermürbt vom Gebaren beim „FC Hollywood“ und im Zorn. Sinnbildlich dafür ist sein Tritt in eine Werbetonne nach einer Auswechslung durch Trainer Giovanni Trapattoni. Besonders mit Klubikone Lothar Matthäus, mit dem ihn seit gemeinsamen Mailänder Zeiten eine herzliche Abneigung verbindet, liegt Klinsmann über Kreuz. Matthäus macht Klinsmann dafür verantwortlich, dass ihn Bundestrainer Berti Vogts 1996 nicht mehr berücksichtigt und fordert ein TV-Duell mit seinem Mitspieler. “). Trotz 31 Toren in 65 Bundesligaspielen überwiegt der negative Eindruck von einem Mann, der zuerst an sich denkt. Elf Jahre später scheint alles vergessen, aufgrund des starken deutschen Auftritts bei der Sommermärchen-WM 2006 holt der FC Bayern den dafür verantwortlichen Bundestrainer zurück – nun auf die Trainerbank.
Er kommt mit großen Versprechungen, aber ohne Jogi Löw und will „ein Energiefeld aufbauen, das den Spielern viel Spaß machen wird“. Zusätzlich will er jeden Einzelnen „jeden Tag besser machen“. Der FC Bayern tut alles für den Sonnyboy mit Wohnsitz Kalifornien, baut das ganze Vereinsgelände um. Uli Hoeneß: „Klinsmann war der Trainer mit der größten Machtfülle in der Geschichte des FC Bayern. “ Es folgt eine für Münchner Verhältnisse katastrophale Saison ohne Titel, darunter ein 1:5 in Wolfsburg, ein 2:5 zuhause gegen Bremen (Gegentorrekord in der Allianz Arena), ein 0:4 in Barcelona in der Champions League, kein Tag an der Tabellenspitze und die Entlassung am 29. Spieltag. Plötzlich haben es alle kommen sehen.