So kann es gehen! Da begeben sich die Bayern-Stars Mario Basler und Sven Scheuer im November 1999 zu einem Reha-Aufenthalt nach Donaustauf — und am Ende darf sich zumindest der Pfälzer Basler einen neuen Job suchen. Der an sich harmlose Besuch in einer Regensburger Pizzeria endet in einer handfesten Keilerei zwischen Scheuer und einem Pöbler, bei der Mario Basler anschließend ein überragendes Gespräch mit einem Polizisten hat. Beim FC Bayern kann man über solche Metaphern nicht lachen. Basler und Scheuer werden suspendiert, der Keeper wird später begnadigt, doch für Super Mario ist beim FCB Schicht. Er wechselt zurück zum 1. FC Kaiserslautern, für den er 1988/89 im bedeutungslosen letzten Spiel bei Bayer Leverkusen (1:0) sein Bundesliga-Debüt feierte. Der im Rückblick übertrieben erscheinende Rauswurf hat eine lange Vorgeschichte. Bevor die Bayern Basler die Papiere geben, lassen sie ihn von einem privaten Ermittler beobachten. Ein grüner Golf heftet sich an die Hacken des Laufwunders. Wenig später bittet ihn Bayern-Manager Uli Hoeneß zum Rapport.
Ich sag: Und Manager, alles klar? Und was gibt es Neues? Sacht er, nix, hast ja nix am Wochenende gemacht. Ist ja nix passiert. Sag ich, scheiße gell? Der Volldepp der mir in dem grünen Golf nachgefahren ist, den hättet ihr euch auch sparen können, erklärt Basler gewohnt blumig im Kölner Express. Uli Hoeneß, so Basler weiter, habe sich durch seine Reaktion direkt verraten. Da hat der schon so einen Ballon gekriegt und dann hat er angefangen zu grinsen. Sag ich, wenn der nicht von euch auf mich angesetzt war gestern, dann könnt ihr mir in die Schuhe scheißen. Da hat er sich dann weggeschmissen vor Lachen. Auch im Wissen darum, dass sein Detektiv vorher schon allerlei Anklagestoff gesammelt hat — Basler geht für sein Leben gern in Spielcasinos, trinkt und raucht ungeniert in der Öffentlichkeit. Nun ist die Basler-Maß voll und der Pfälzer Bub Mario ist wieder zu Hause: Ich bin froh, dass ich mir diesen Schwachsinn von Uli Hoeneß nicht mehr anhören muss.