Die Bayern haben die Bundesliga schon immer bestimmt. Ihre Dominanz ist genauso vorbestimmt wie die von Barca oder Real in Spanien. Das mögen einige Bayern-Hater verzweifelt denken.
Doch selbstverständlich ist die Dominanz der Münchener nicht – eher schon hart und geschickt erarbeitet. Denn mindestens zwei Vereine haben in den 80-er Jahren des 20. Jahrhunderts, als durch das Privatfernsehen ein neues Fußballzeitalter eingeleitet wird, ähnlich gute Startbedingungen wie der FCB: der Hamburger SV und der 1. FC Köln. Alle drei Vereine spielen in einem großen Stadion, sind in einer Millionenstadt angesiedelt, haben ein lokales Umfeld mit großen, finanzkräftigen Sponsoren, „eine große Fangemeinde“, Tradition und ein Top-Team.
Aber nur der FCB hat auch ein gutes Management. Bei den beiden anderen Vereinen regieren von den 90-er Jahren an das Peter-Prinzip und Avanti Dilettanti. Der FC Bayern entwickelt sich zum Krösus der Liga, die beiden anderen erst in Richtung Mittelmaß und dann zu Fahrstuhlteams.
Schon 1991 rettet nur der Transfer von Thomas Doll zu Lazio Rom den Hanseaten die Lizenz, die Kölner steigen nach 34 Jahren Bundesligazugehörigkeit 1998 zum ersten Mal und bis 2019 insgesamt sechsmal ab.