Kurt Landauer – Der Verfolgte: Kurt Landauer ist zwischen 1913 und 1951 vier Mal an der Spitze des FC Bayern und führt den Verein zur ersten Meisterschaft 1932. Als Jude wird er von den Nazis verfolgt. Am 22. März 1933, kurz nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten, legt Landauer sein Amt als Bayern-Präsident nieder. Im April 1933 verliert er wegen seines jüdischen Glaubens seinen Job und wird arbeitslos.
1935 erhält er eine Stelle in einem Wäschegeschäft in München. Ende 1937 verkauft er mit seinem Bruder Franz den Stammsitz der Familie in der Kaufingerstraße 28 an die Warenhauskette Woolworth und wird am 10.11.1938 für vier Wochen ins Konzentrationslager Dachau eingesperrt. Im Mai 1939 flüchtet er in die Schweiz, vier seiner Geschwister werden von den Nazis ermordet.
Als die Mannschaft 1940 ein Spiel in Zürich bestreitet, entdeckt sie ihren Ex-Präsidenten auf der Tribüne und begrüßt ihn herzlich, trotz ausdrücklichem Kontaktverbot durch die Gestapo. Im Juni 1947 kehrt Landauer nach München zurück und wird im August wieder Präsident des FC Bayern München, ehe er 1951 überraschend durch ein Komplott abgewählt wird und sich verbittert zurückzieht. Er stirbt 1961. Die „Schickeria” richtet jährlich ein Kurt-Landauer-Turnier aus und gründet eine nach ihm benannte Stiftung, die sich aktiv gegen Rassismus und Ausgrenzung wendet.