Sebastian Kehl – Der Bayern-Verschmäher: Der Mann, der den Bayern-Scheck zurückgab. Der Transferstreit zwischen Borussia Dortmund und Bayern München um Nationalspieler Sebastian Kehl ist Anfang Januar 2002 vom Tisch. Dafür bedarf es eines Schlichtungsgespräch mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) in München.
Der 21-Jährige entschuldigt sich öffentlich beim Champions-League-Gewinner aus München. „Ich habe mich davon überzeugt, dass Bayern München davon ausgehen konnte, dass eine Zusage zu einem Wechsel nach München besteht. Ich habe Verständnis, wenn der FC Bayern München über meine Entscheidung, zu Borussia Dortmund zu wechseln, enttäuscht ist“, wird Kehl in einer DFL-Presse-Erklärung zitiert.
Laut DFL respektiert der FC Bayern die Erklärung Kehls „und wünscht ihm für seine sportliche Entwicklung beim BVB und in der Nationalmannschaft alles Gute“. „Für Bayern München ist damit die Angelegenheit abschließend erledigt“, so Wilfried Straub, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFL. Kehl hat noch als Spieler des SC Freiburg zunächst eine Vereinbarung mit dem Weltpokalsieger aus München getroffen.
Kurz vor Weihnachten gibt er aber seinen Wechsel nach Dortmund bekannt. Die von den Bayern gezahlte Summe von 1,5 Millionen Mark überweist er zuzüglich Zinsen zurück. Der Fall Kehl ist der Beginn einer langandauernden Rivalität.