Max Gablonsky: So heißt der erste Nationalspieler, den die Bayern stellen. Er debütiert 1910 und bringt es bis Ende 1911 auf vier Länderspiele. Kurios: sein einziges Tor für Deutschland beim 6:2 gegen die Schweiz (26. 3. 1911) wird erst 100 Jahre später offiziell anerkannt.
Anlass dafür ist ein Zettel im Nachlass Gablonskys mit dem Vermerk „6. Tor von mir“. In den Chroniken steht aber bis dahin irrtümlich der Karlsruher Gottfried Fuchs, einer von nur zwei Nationalspieler jüdischen Glaubens. Ihm ein Tor zu annullieren, erscheint doppelt heikel.
Aber auf Initiative der Nachfahren Gablonskys und des FC Bayern-Archivs, die auch zwei zeitgenössische Zeitungsberichte vorzeigen können, ändert der DFB 2011 seine Statistik – 42 Jahre nach Gablonskys Tod.