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Die Bayern und die Klinsmann-Buddhas

Buddha-Figuren auf der Dachterrasse für positiven Energiefluss — Schmähungen, Lästereien und die katholische Kirche war nicht amüsiert.

Die Bayern und die Klinsmann-Buddhas: Jürgen Klinsmann sorgt mit einer ungewöhnlichen Dekoration des Bayern-Hauptquartiers schon vor Beginn seiner ersten Bundesligasaison als Trainer für die Bayern für Gesprächsstoff. Und zwar mit leblosen Figuren in Gold, liegend und sehr erhaben. Oder etwas andächtiger in Weiss und im Schneidersitz.

Sie stehen auf der Dachterrasse sowie in der kuscheligen Lounge des neuen Leistungszentrums des FC Bayern und sollen für einen positiven „Energiefluss“ sorgen. Doch die Buddhas haben weniger einen positiven Einfluss auf den Energiefluss der Bayern-Spieler, denn negative Auswirkungen auf das Image des Vereins. Schmähungen, Lästereien und bissige Kommentare sind das einzige, was sie auslösen. “ Jeder Trainer hat so seine Eigenart“, sagt Winfried Röhmel, Sprecher des erzbischöflichen Ordinariats München.

Eine Affäre wolle Röhmel aus den Buddhas zwar nicht machen „Vereinsheime sind eben keine Horte der Intellektualität“, sagt er weiter. “ Später kommt raus: Klinsmann hat die Figuren gar nicht aufstellen lassen, vielmehr hat Bayern einen Architekten namens Jürgen Meißner freie Hand gelassen. Aber ohne „Klinsis“ Willen geschieht 2008/09 gar nichts beim FC Bayern. Nach zwei Monaten werden die Buddhas wieder abmontiert, durchaus zur Freude der Spieler.

Der Brasilianer Zé Roberto etwa sagt: „Mir können die Buddha-Figuren nicht helfen.

Buddhafiguren auf der Fensterbank des Bayern-Leistungszentrums im Juli 2008
Buddhafiguren auf der Fensterbank des Bayern-Leistungszentrums im Juli 2008. Jürgen Klinsmann will den FCB modernisieren. Foto: Imago Images